Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
Aktuell   Museum   Sonderausstellungen   Programme   Kontakt  
Kooperationen   Bibliothek   Publikationen   Informationen  
20.8. bis 18.12.2016
»Ei Gude!«
Rhoihessisch Gebabbl uff Bildscher von Hermann von Saalfeld
Studioausstellung

Ob Fastnacht, Wirtshaus oder Bürgersteig – humorvoll bringen die Zeichnungen den rheinhessischen Alltag auf den Punkt. Reduziert auf das Wesentliche, zeigt der Ingelheimer Künstler Hermann von Saalfeld in seinen Werken mit großer Sympathie die Eigenarten der »Eingeborenen«. Der Dialektliebhaber spielt mit typischen Ausdrucksweisen und der lautmalerischen Sprache ebenso souverän wie mit den Gewohnheiten und Gebräuchen in Rheinhessen. Zielsichere Pointen zeichnen die Alltagsszenen aus, dabei blitzt immer wieder der (selbst-)ironische Witz der »Rhoihesse« auf.

Die Studioausstellung präsentiert erstmals die originalen Arbeiten, die in Buchform unter dem Titel »´Ei Gude!´ Rhoihessisch Gebabbl uff Bildscher« bereits zahlreiche Fans gefunden haben.

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2,50 € (Gruppen ab 10 Personen)

Abbildung: © Nachlass Hermann von Saalfeld





Sonntag, 12.2.2017, 14 - 16 Uhr
Familientag im Naturhistorischen Museum in Mainz
Kinder führen Kinder
Süße Früchte und fremde Federn

Von diesen speziellen »Einwanderern« nach Rheinhessen handelt die Kinderführung im Naturhistorischen Museum Mainz. »Weck, Worscht und Woi« wären ohne heimisch gewordene Lebensmittel nicht denkbar. Schon in der Jungsteinzeit kam das Wissen um den Getreideanbau aus dem Vorderen Orient über Südeuropa hierher. Die Römer kredenzten uns Spargel und Kirschen. Seit Kolumbus kennen wir Kartoffeln und Tomaten aus Amerika. Längst sind diese »fremden« Lebensmittel urtypische Rheinhessen geworden. Wie sie ihren Weg hierher fanden, darüber berichten die Kinderführer des Museums bei der Kaiserpfalz Ingelheim.

Eine Kooperationsveranstaltung des Naturhistorischen Museums Mainz (nhm) und des Museum bei der Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim am Rhein (MbdK).

Leitung: Martina Kracht, nhm / Dr. Inge Domes, MbdK
Veranstaltungsort: Naturhistorisches Museum Mainz
Eintrittspreise finden Sie auf www.mainz.de/nhm
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 16.2.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Seit wann prägt der Weinbau unsere Kulturlandschaft?
Kurzvortrag

Auch wenn längst Industrie und Gewerbe der Landwirtschaft hinsichtlich der Beschäftigtenzahlen den Rang abgelaufen haben: Noch immer ist der Ingelheimer Raum von Obst- und Weinbau geprägt. Gerade dem Weinbau kommt neben der Prägung des Landschaftsbildes auch noch eine besondere, identitätsstiftende Rolle zu, weshalb sein Ursprung und Alter immer wieder thematisiert werden. Ob nun die Kelten, Römer, Karl der Große oder sonst wer die Reben am Rhein etablierten, wird im Vortrag diskutiert. Auch werden die Rahmenbedingungen umfangreicher frühgeschichtlicher Weinherstellung erläutert.

Vortrag: PD Dr. Peter Haupt, Institut für Altertumswissenschaften,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Samstag, 11.3.2017, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Der Linolschnitt
Workshop

In der neuen Reihe »Alte Techniken neu entdeckt« werden alte Kunst- und Handwerktechniken vorgestellt und unter fachkundiger Anleitung praktisch ausgeführt. Jeder kann so sein eigenes kleines Kunstwerk herstellen. In Linolschnitt-Technik fertigen wir Klappkarten.

Workshop: Nadine Hanssen, Mitarbeiterin MbdK
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 12 €, ab 18 Jahre 20 € pro Person, inklusive Materialkosten und Museumseintritt
Anmeldung bis 24.2.2017 im Museum, Telefon 06132•714701

Abbildung: »Flügelpferd«, Linolschnitt, Nadine Hanssen
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 16.3.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Remigius’ streitbare Filiale
Kurzvortrag

Jahrhundertelang war die Frei-Weinheimer St. Michaelsgemeinde nach Nieder-Ingelheim eingepfarrt. Dabei hatten die Geistlichen von St. Remigius oft keinen leichten Stand bei ihrer Rheinufergemeinde. Mancher Streit wurde ausgefochten. Viele Reibereien – und aus heutiger Sicht Amüsantes – trugen sich zu. Die heutigen Gotteshäuser der beiden Gemeinden wurden in zeitlicher Nähe erbaut und fast zeitgleich vor 250 Jahren, am 1. und 4. Oktober 1767, eingeweiht. 1947 wurde St. Michael in Frei-Weinheim selbstständige Gemeinde. 2016 ging sie in der Pfarrgruppe Katholische Kirchen Ingelheim auf. Der Kurzvortrag befasst sich in Episoden mit gemeinsamen Geschichte(n) der beiden Gemeinden.

Vortrag: Alfons Ball, Vorstandsmitglied Historischer Verein Ingelheim e. V.
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Samstag, 25.3.2017, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Ohne Wasser gibt es kein Leben
Interkulturelle Stadtführung

An Wasser mangelte es Karl dem Großen nicht, wenn er mit seinem Gefolge in der Ingelheimer Kaiserpfalz weilte. Mehrere Quellen und Brunnen, eine unterirdische Fernwasserleitung, komplexe Verteilsysteme und Klärbecken sorgten jederzeit für sauberes Wasser. Und auch die Nähe zum Rhein, dem »Internet des Mittelalters«, war ein bedeutender Standortvorteil.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt frei, Anmeldung im Museum bis 17.3.2017 unter 0 61 32•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 13.4.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Vögel aus dem Orient und Blumen aus der Prärie – Exoten in der Ingelheimer Natur
Kurzvortrag

Carlo von Erlanger arbeitete vor etwa 100 Jahren als Ornithologe. Er wäre wohl überrascht, könnte er heute die Ingelheimer Natur studieren: Einige auffällige Blumen und Bäume würde er in seinem Bestimmungsbuch für Deutschland vergeblich suchen. Tiere und Pflanzen überwinden mit menschlicher Hilfe Ozeane und Gebirge. Der Vortrag stellt bedeutende und kuriose »Neubürger« vor und klärt ihren Weg in die Rotweinstadt.

Vortrag: Dr. Hagen Graebner, Naturschutzgruppe Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Foto: Dr. Hagen Graebner

Sonntag, 30.4.2017, 11 - 13 Uhr
X. Römertag Rheinhessen
Malus und Prunus im Marschgepäck der Legionäre
Workshop

Vor etwa 2000 Jahren siedelten Römer in unserer Region. Die Legionäre hatten einige Leckereien im Marschgepäck, die uns heute noch gut schmecken. Wie ein römischer Legionär gekleidet war und was er beim Marsch über die Alpen so alles bei sich trug, erfahrt ihr im Workshop. Im Hof werden Römische Kinderspiele angeboten.

Leitung: Dr. Inge Domes, MbdK
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist ganztägig frei.
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

6.5. bis 10.12.2017
»Munster gefelt mir wol«
Sebastian Münster und Martin Luther
Studioausstellung

Der Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 gilt als Auftakt zur Reformation. Dieses 500 Jahre zurückliegenden Ereignisses wird 2017 in vielen Orten Deutschlands gedacht. Das Museum bei der Kaiserpfalz beteiligt sich an dem Reformationsjubiläum mit einer Sonderausstellung, die Berührungspunkte zwischen den Zeitgenossen Münster und Luther aufzeigt. Sebastian Münster, der 1488 in Ingelheim geboren wurde, gab beispielsweise die Dekalogpredigten von Luther in eigener Übersetzung heraus. Mit seiner lateinisch-hebräischen Ausgabe des Alten Testaments zog er die Aufmerksamkeit des Reformators auf sich. Vermutlich war es auch ein Werk von Sebastian Münster, das Martin Luther zu seinem Traktat »Von den Juden und ihren Lügen« anregte.

Diese und weitere Aspekte der Zeit werden durch die entsprechenden Originaldrucke und Exponate veranschaulicht. Die Parallelen zwischen den beiden Persönlichkeiten ermöglichen die Sicht auf damals aktuelle Themen und lassen Facetten des frühneuzeitlichen Zeitgeists aufleben.

Kuratorin: Renate Fath M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin MbdK
Donnerstag, 18.5.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Vom Turban in den Garten – Die Tulpe

Im 16. Jahrhundert fanden Tulpenzwiebeln den Weg aus dem Orient nach Europa. Damit begann der Einzug der exotischen Blume in die europäischen Lustgärten. Der Züricher Stadtarzt und Naturforscher Konrad Gesner
(1516-1565), der auch mit Sebastian Münster in Kontakt stand, lernte die Tulpe 1545 bei einem Besuch in Augsburg kennen. Er nannte sie »Tulipa turcorum«, Tulpe der Türken. Die Begeisterung für die Tulpe und ihre zahlreichen Züchtungen führte im 17. Jahrhundert in Europa zu einer regelrechten »Tulpomanie« und auch in der Kunst wurde sie zu einem beliebten Motiv.

Vortrag: Miriam Maslowski, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Sonntag, 21.5.2017, 14 - 17 Uhr
Familienmuseumsfest am Internationalen Museumstag

15 Uhr
Kinder führen Kinder
Monsteralarm bei Münster

Die Monster bei Sebastian Münster stehen im Mittelpunkt des Festes und der Kinderführung aus der beliebten Reihe »Kinder führen Kinder«. Danach sind die Besucher aufgefordert, in Workshops an der Druckstation des Gutenberg-Museums selbst Monster zu kreieren oder Papier zu schöpfen wie zu Münsters Zeiten.

Außerdem gibt es Live-Musik und Kaffee und Kuchen.

Leitung: Dr. Inge Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt und alle Angebote zum Familienmuseumsfest sind
ganztägig kostenfrei.
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 10.6.2017, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
»Wage dein Leben und verlasse dein Haus!« (Sprichwort aus Afrika)
Interkulturelle Stadtführung

In der Kolonialgeschichte Deutsch-Ostafrikas spielte auch ein Ober-Ingelheimer eine kleine Rolle: Ludwig Winternheimer (1873-1913).
Die Interkulturelle Stadtführung schlägt den Bogen von dem in Ingelheim geborenen Kosmographen Sebastian Münster (1488-1552) über den europäischen Kolonialismus bis hin zur gegenwärtigen Fluchtthematik. Ingelheimer Zeitzeugen berichten von ihrer Kindheit in einer der vier ehemaligen deutschen Kolonien auf dem afrikanischen Kontinent: Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika. Dieser eher unbekannte Teil der Ingelheimer Geschichte wird mit kulinarischen und musikalischen Kostproben ergänzt.

Eine Kooperation des MbdK mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt frei, Anmeldung im Museum bis 2.6.2017 unter 06132•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 22.6.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Einladung zum »Bierkränzchen« – Bei Familie Luther zu Tisch
Kurzvortrag

Am liebsten trank der Genussmensch Martin Luther das von seiner Frau Katharina selbst gebraute Bier. Doch welche Lebensmittel standen darüber hinaus auf dem Speisezettel von Familie Luther? Wie waren sie zubereitet und gewürzt? Auch die spätmittelalterlichen Tischsitten wirken aus heutiger Sicht eher ungeschliffen. So lauten Empfehlungen aus der Zeit des Reformators: »Was Du im Mund gehabt hast, leg nicht aufs Geschirr zurück« oder »Wirf keine Abfälle unter den Tisch.«

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)