Museum bei der Kaiserpfalz
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MbdK + Ingelheimer Stadtwald

Der Ingelheimer Wald – Natur- und Kulturerbe
  • Florian Diehl (Forstamt), Forstrevier Emmerichshütte/Daxweiler
  • PD Dr. habil. Peter Haupt, Institut für Vor- und Frühgeschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Gabriele Mendelssohn, MbdK Ingelheim

Der Ingelheimer Stadtwald, der gut 30 km entfernt im Hunsrück liegt, grenzt an den Stadtwald von Bingen. Er erstreckt sich mit seiner heutigen Flächengröße von fast 1200 ha in einer Länge von 6 km zwischen den Dörfern Daxweiler und Dichtelbach. Erstmalig wird der Wald (indirekt) zusammen mit dem südöstlich davon liegenden Ort Daxweiler in einem Lehensverzeichnis Werners II. von Bolanden aus den Jahren 1194/98 erwähnt und ist seit 1375 im Zuge der Verpfändung an die Kurpfalz Teil des Ingelheimer Reichsgutes.

Die Besonderheit des Waldes liegt in seiner historischen Sonderstellung für die Zeit von der Spätantike bis ins Spätmittelalter. Hier lagen Ressourcennutzungen im Bereich Erz und Holz, möglicherweise schon seit der Antike, kontinuierlich in den Händen des Fiskus (Staates). Mittelalterliche – oder ältere – Schlackenhalden gehören wahrscheinlich zu einer Eisenverhüttung in Rennöfen.