Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Sebastian Münster

Der Universalgelehrte Sebastian Münster, 1488 in Nieder-Ingelheim geboren, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Er lehrte seit 1529 als Professor in Basel und machte sich im Laufe seines Lebens einen Namen als bedeutender Hebraist.
Zusammen mit Elia Levita kommt Münster das Verdienst zu, den Horizont der hebräischen Sprachwissenschaft erweitert und ein eigentliches wissenschaftliches Sprachstudium des Hebräischen begründet zu haben.

In die Geschichte ist Münster jedoch nicht als Hebraist eingegangen, sondern als Geograph und Verfasser eines umfangreichen populären Werkes: der »Cosmographia«. Diese zählte zu den begehrtesten Büchern des 16. Jahrhunderts. Sie enthält das geographische, topographische, historische, genealogische, völker- und volkskundliche sowie naturwissenschaftliche Wissen der damaligen Zeit.

Sebastian Münster starb am 26. Mai 1552 in Basel vierundsechzigjährig an der Pest. Sein Andenken wurde lange Zeit durch sein Portrait auf dem vorletzten Hundertmark-Schein wach gehalten. Das Museum bei der Kaiserpfalz besitzt eine umfangreiche Sammlung von Publikationen Sebastian Münsters, ebenso Portraits von ihm und von einigen seiner Zeitgenossen.

Das Museumskonzept sieht eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung vor, die eingerichtet wird, sobald zusätzliche Ausstellungsräume zur Verfügung stehen. Sie wird Leben und Werk Sebastian Münsters vor dem Hintergrund einer bewegten Epoche vorstellen, die von bedeutenden geographischen Entdeckungen, einem Wandel des Weltbildes, der Erfindung Gutenbergs, dem Humanismus und der Reformation geprägt war.