Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
Aktuell   Museum   Sonderausstellungen   Digital   Programme  
Kooperationen   Bibliothek   Publikationen   Kontakt   Informationen  
Sonderausstellungen

Das Museum veranstaltet regelmäßig Sonder- und Studioausstellung zu ausgewählten Themen der Ingelheimer Geschichte. Diese basieren hauptsächlich auf dem Sammlungsbestand des Museums, der von der Steinzeit bis zur Gegenwart reicht. Leihgaben aus anderen Museen, Archiven und aus Privatbesitz ergänzen die Ausstellungen.

Die Studioausstellungen werden in der Regel im Museum präsentiert, während größere Ausstellungen zu besonderen Anlässen, wie beispielsweise Jubiläen, im »Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus« stattfinden. Dazu entstehen regelmäßig Publikationen und Ausstellungskataloge, die im Museums-Shop erworben werden können.
10.9. bis 27.11.2022
Alexander von Humboldt – Carlo von Erlanger: Natur im Wandel 1769 – 2022. Mit Kunstwerken von Sinje Dillenkofer
Sonderausstellung

Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Theorien und Erkenntnissen des Forschungsreisenden Alexander von Humboldts (1769-1859) über die Untersuchungen des Ingelheimer Naturwissenschaftlers Carlo von Erlanger (1872-1904), hin zur aktuellen Auseinandersetzung mit unserer Natur. Erlanger ist diese Ausstellung zum 150. Geburtstag gewidmet.

Bevor Humboldt für seine Studien Amerika bereiste und er als »vollkommenster Wissenschaftler seiner Zeit« (US-Präsident Thomas Jefferson) bekannt wurde, besuchte er Nieder-Ingelheim. Als 20-jähriger Student besichtigte er 1789 die Ruinen der Kaiserpfalz Karls des Großen und kehrte im – noch heute betriebenen – Gasthof »Alte Post« ein. Nur rund 500 Meter entfernt wurde 1872 der Adelige Carlo von Erlanger in der Nieder-Ingelheimer »Villa Carolina« geboren. Als studierter Ornithologe unternahm Erlanger drei mehrmonatige Forschungsexpeditionen durch Nord- und Ostafrika. Ein tödlicher Autounfall beendete jedoch jäh das Leben des 32-jährigen, vielversprechenden Forschers.

Ausgestellt werden ausgewählte Artefakte, Grafiken und Faksimile aus der Humboldt-Sammlung von Michael Hein, Bad Soden. Tierpräparate, Vogelbälge, Expeditionsfotos und Schriften von Carlo von Erlanger stammen aus dem Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim, dem Naturhistorischen Museum Mainz sowie aus privatem Nachlass. Sinje Dillenkofer setzt sich künstlerisch mit den historischen Sammlungsstücken und der Idee von Archiv auseinander. In einer großformatigen Werkgruppe und eigens für Ingelheim geschaffenen Bildern und Raumgestaltungen stellt Dillenkofer diese Themen in den aktuellen Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit, Biodiversität und Post-Kolonialismus.

Die Ausstellung wirft die Frage auf, inwiefern sich unser Verständnis von Natur durch Wissenschaft und Forschung seit 1769 verändert hat. Sie führt das Publikum auf eine Spurensuche in die Vergangenheit und lädt gleichzeitig zu einer überraschenden Sichtweise auf die Gegenwart ein. Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm für große und kleine EntdeckerInnen. Eine farbig bebilderte Broschüre mit Einführungstexten ergänzt das Angebot.

Kuratorenteam: Sinje Dillenkofer, Künstlerin, Stuttgart und Berlin / Michael Hein, Sammler, Bad Soden (Taunus) / Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Museum bei der Kaiserpfalz
Projekt der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein und von Michael Hein
Gesamtleitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Öffnungszeiten: September und Oktober: Dienstag bis Donnerstag, 10 – 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag, Feiertage: 10 – 18 Uhr / November: Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 bis 16 Uhr. Montags, außer an Feiertagen, geschlossen
Eintritt: 3,00 € / 2,00 €*, Kombikarte mit Museum: 5,00 € / 4,50 €* (*ermäßigt in geführten Gruppen)

Abbildung: Stadtmuseum Berlin © »Le Hauteur5«, Sinje Dillenkofer