Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Sonntag, 28.6.2026, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Kirche und Palast – frühmittelalterliches Zentrum Ingelheims

Im Turm der St. Remigiuskirche erwartet die Besucher*innen ein archäologischer Sensationsfund: das Taufbecken, das die Ingelheimer Geschichtsschreibung verändert hat. Denn der Vorgängerbau der heutigen Barockkirche diente Karl dem Großen und seinen Nachfolgern als Pfalzkirche. Im Anschluss an den Turmbesuch begibt sich die Führung in die Denkmalzone der Kaiserpfalz Ingelheim. Aufgrund räumlicher Bedingungen ist die Führung nicht barrierefrei und erst ab 12 Jahren geeignet.

Führung: Gästeführer*in, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: St. Remigiuskirche, Ecke Mainzer Straße / Belzerstraße
Anmeldung online unter www.ingelheim-erleben.de sowie spontane Teilnahme möglich
Kosten: 12,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Abbildung: © Stadt Ingelheim_Angelika Stehle
Montag, 29.6.2026, 9 - 15 Uhr
Sommerferienprogramm
»Roman Beauties«

Schon vor 2.000 Jahren wollten Männer und Frauen besonders »schön und modisch« aussehen. Wir gehen gemeinsam auf Spurensuche und klären die Frage, was »schön« damals bedeutete und welche Hilfsmittel verwendet wurden, um als »schön« bezeichnet zu werden. Dass Kleopatra die schönste Frau der Antike war, wissen wir spätestens aus den Comics von Asterix und Obelix. Aber was konnten »gewöhnliche« Frauen und Männer tun, um »schön« zu sein - oder sich so zu fühlen? Diesen und ähnlichen Fragen gehen wir gemeinsam nach und erklären, welche Kosmetik die Menschen vor 2000 Jahren bereits verwendeten, welchen Schmuck sie anlegten und wie sie sich kleideten. Anschließend werdet Ihr selbst aktiv und stellt Cremes und Schmuck nach römischen Vorbildern her. Auch das Schminken nach antiken Vorbildern könnt Ihr ausprobieren. Dabei verwandelt Ihr Euch ganz selbstverständlich für einen Tag in einen »waschechten Römer« oder eine »waschechte Römerin«.

Kursleitung: Sophie Borger B.A. / Luca Teßmer, Museum bei der Kaiserpfalz und Tamara Nürnberger, Forschungsstelle Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer*innen: Kinder 10 bis 12 Jahre / max. 8
Anmeldung über das YELLOW Kinder- und Jugendprogramm, www.ingelheim-kijupro.de
Kosten: 9,00 € pro Teilnehmer*in

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 2.7.2026, 9 - 15 Uhr
Kinderhochschule
Mit Hightech in die Römerzeit
Ferienprogramm – Workshop in Kooperation mit der TH Bingen

Tauche in den Sommerferien in die spannende Welt vor 2.000 Jahren ein und stelle mithilfe modernster Technik Deine eigene kleine Römerfigur her! – Wusstest du, dass Römerstatuen früher bunt bemalt waren? Hightech-Geräte machen heute selbst winzige Farbreste wieder sichtbar. Im Museum bei der Kaiserpfalz kannst du die Bemalung der römischen Familienfiguren bewundern und dich in Tunika, Toga und Palla kleiden – coole Fotos sind hier garantiert! Im Tiefziehverfahren stellst du danach deine eigene Gussform her, in der eine Miniversion der Ingelheimer Römerstatue gegossen wird. Bei der Bemalung der kleinen Römerfigur kannst du dich am 2.000 Jahre alten Original orientieren oder deiner Kreativität freien Lauf lassen. Diese Figur darfst du später mit nach Hause nehmen. Außerdem erhältst du eine Bachelor-Urkunde der Kinderhochschule und die Gussform, mit der sich nachhaltig immer neue Figuren aus den verschiedensten Materialien (Seife, Schokolade etc.) herstellen lassen.

Das Kooperationsprojekt mit der Technischen Hochschule Bingen richtet sich an junge Forscher*innen mit Interesse an MINT und Geschichte.

Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmende: 8 – 12 Jahre / max. 12 Kinder
Anmeldung über das YELLOW Kinder- und Jugendprogramm, www.ingelheim-kijupro.de / begrenzte Personenzahl
Bitte mitbringen: »verschmutzbare« Kleidung, Sonnencreme, Lunchpaket und Getränke
Kosten: 9,00 €

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 4.7.2026, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführer*innen mit individuellen Schwerpunkten startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, es wurden Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen.

Weitere Öffentliche Kaiserpfalzführungen finden samstags, jeweils um 15 Uhr statt: 18.7., 1.8., 15.8., 5.9., 19.9., 3.10. und 17.10.2026

Führung: Gästeführer*in, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Anmeldung online unter www.ingelheim-erleben.de sowie spontane Teilnahme möglich
Kosten: 10,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Abbildung: © Stadt Ingelheim_Angelika Stehle
Mittwoch, 12.8.2026, 14 Uhr
Lebenserinnerungen weitergeben
Filmnachmittag

In der 28-minütigen Dokumentation »Passing on. Gegenwarten« begleitet die junge Filmemacherin Emma Lou Paleit ihre 90-jährige und an Demenz leidende Großmutter Monika durch deren Haus und damit auch durch ihre Lebenserinnerungen. Gemeinsam teilen Oma und Enkelin die Geschichten eines langen und intensiven Lebens. Der Film setzt sich auf sensible und humorvolle Weise mit Fragen des Weitergebens und Loslassens auseinander. Bei Kaffee und Kuchen besteht im Anschluss an die Filmvorführung die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen über die Dokumentation.

Kooperationsveranstaltung mit den Freunden Ingelheimer Filmkultur e. V. (F!F) und dem Seniorenbüro der Stadt Ingelheim am Rhein.

Veranstaltungsort (Film): Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort (Kaffee & Kuchen): Anbau der Saalkirche
Dauer: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 10.8.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Kosten: Filmvorführung kostenfrei, 3,00 € für Kuchen & Getränke (wird vom Seniorenbüro eingesammelt)


Sonntag, 23.8.2026, 11 - 14 Uhr
Kindheit im Wandel – hier, dort und überall
Interkulturelles Fest

Wie erinnern wir uns an unsere eigene Kindheit? Was brauchen Kinder heute, um glücklich und sicher aufzuwachsen? Und was können Generationen und Kulturen voneinander lernen?
Beim interkulturellen Sommerfest auf dem François-Lachenal-Platz steht die Kindheit im Mittelpunkt. Menschen verschiedener Generationen und kultureller Hintergründe kommen miteinander ins Gespräch, teilen Erinnerungen, Erfahrungen und Sichtweisen auf das Aufwachsen damals und heute. Ein buntes Mitmachprogramm lädt Kinder und Erwachsene zum Entdecken, Spielen und Kreativsein ein: Welche Spiele spielen Kinder rund um die Welt? Welche Wünsche haben wir für die Kindheit von morgen? Dazu gibt es Musik und internationale Köstlichkeiten.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadt Ingelheim am Rhein.

Veranstaltungsort: François-Lachenal-Platz, 55218 Ingelheim am Rhein
Telefonische Anmeldung bis 14.8.2026 im Museum
Eintritt frei

Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Freitag, 4.9.2026, 18 Uhr
Vortrag
Forschung und Vermittlung – Die Burg Windeck in Heidesheim

Die ehemalige Niederungsburg Windeck in Heidesheim gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Profanbauten Rheinhessens. Dennoch hat sich ihr Erscheinungsbild seit ihrer Erbauung stark verändert. Die Frage, wie sie im Mittelalter aussah, stellte sich akut, als eine Rekonstruktion für das Ingelheimer Wimmelbuch gezeichnet werden sollte. In einem gemeinsamen Projekt zwischen Museum bei der Kaiserpfalz und Institut für Altertumswissenschaften der Universität Mainz wurden daher geophysikalische Untersuchungen und neue Überlegungen zu dieser Frage angestellt. Die Ergebnisse und didaktischen Möglichkeiten ihrer Vermittlung werden im Vortrag präsentiert. Im Anschluss laden wir Sie zu einem Umtrunk ein.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Historischen Verein Ingelheim e. V.

Vortrag: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz / Prof. Dr. habil. Peter Haupt, Institut für Altertumswissenschaften, Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dauer: 1 Stunde
Veranstaltungsort: Burg Windeck, 55262 Heidesheim
Telefonische Anmeldung bis 2.9.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Eintritt frei


Sonntag, 13.9.2026, 14 Uhr
Tag des offenen Denkmals
Von Minze, Malve und Macht – Praktisches Kräuterwissen aus der Zeit Karls des Großen
Kräuterführung und -workshop

Wie eng Geschichte, Heilkunde und Gartenkultur seit dem Mittelalter miteinander verbunden sind, zeigt diese besondere Kräuterführung am Tag des offenen Denkmals. Ausgangspunkt ist das berühmte »Capitulare de villis«, eine Landgüterverordnung aus der Zeit Karls des Großen, die festhielt, welche Pflanzen auf königlichen Gütern angebaut werden sollten.
Die diplomierte Kräuterfachfrau und angehende Heilpflanzenpädagogin Christiane Burkart führt zunächst durch den Ingelheimer Kräutergarten am Rande der archäologischen Denkmalzone Kaiserpfalz.
Im anschließenden Workshop in den museumspädagogischen Werkräumen werden ausgewählte Anwendungen praktisch erprobt. So verbindet die Veranstaltung historisches Wissen mit anschaulicher Praxis und eröffnet einen lebendigen Zugang zur Pflanzenwelt des Mittelalters.

Das Museum ist am Tag des offenen Denkmals bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Führung & Workshop: Christiane Burkart, Gau-Algesheim (www.wildes-kräuter-herz.de)
Dauer: 2,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 11.9.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Kosten: 15,00 € (inkl. Broschüre und im Workshop hergestellten Kräutermischungen)


Donnerstag, 24.9.2026, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Burgunderrot und Krone - Den Ingelheimer Rotweinköniginnen ins Glas geschaut
Kurzvortrag

75 Rotweinmajestäten nennt die offizielle Zählung, aber die Wurzeln des royalsten aller Ehrenämter der Stadt Ingelheim reichen viel weiter zurück. Gewinnen Sie neue und überraschende Einblicke in die Geschichte unserer Weinköniginnen. Aus Zeitzeuginnengesprächen, Archivrecherchen und neuen Quellen wird die Entwicklung von den Anfängen zur modernen Rotweinmajestät beleuchtet. Der Vortrag ist ein Auszug aus der neuen Publikation »Das Rotweinfest in Ingelheim am Rhein – gelebtes Kulturgut, geliebte Heimat«, die zum 80. Jubiläum 2026 einen fundierten Blick auf die Festgeschichte wirft.

Vortrag: Nadja Glässel-Roučka M.A., Gästeführerin Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 22.9.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Eintritt: 4,00 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)


Freitag, 2.10.2026, 18 Uhr
Nachts im Museum
»Es werde Licht!«
Taschenlampenführung für Familien

Wenn es draußen schon dunkel ist, begeben wir uns auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Lichts und entdecken, wie Menschen seit Jahrtausenden die Dunkelheit bezwingen. Im Schein der Taschenlampe folgen wir den Spuren unserer Vorfahren – von den ersten Feuerstellen der Steinzeit über die römische Öllampe, die »Taschenlampe der Antike«, bis hin zu Fackeln auf fränkischen Höfen und kostbaren Kerzen im Palast Karls des Großen. Originale Objekte, anschauliche Rekonstruktionen und Modelle lassen vergangene Zeiten im wahrsten Sinne des Wortes aufleuchten. Eigene Taschenlampen dürfen gerne mitgebracht werden.

Führung: Florine Jäger M.A., Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 45 Minuten
Teilnehmende: Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren
Anmeldung über das YELLOW Kinder- und Jugendprogramm, www.ingelheim-kijupro.de / begrenzte Personenzahl
Kosten: 2,00 € (zzgl. 3,00 € Eintritt ins Museum ab 18 Jahre)

Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Sonntag, 4.10.2026, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Kirche und Palast – frühmittelalterliches Zentrum Ingelheims

Im Turm der St. Remigiuskirche erwartet die Besucher*innen ein archäologischer Sensationsfund: das Taufbecken, das die Ingelheimer Geschichtsschreibung verändert hat. Denn der Vorgängerbau der heutigen Barockkirche diente Karl dem Großen und seinen Nachfolgern als Pfalzkirche. Im Anschluss an den Turmbesuch begibt sich die Führung in die Denkmalzone der Kaiserpfalz Ingelheim. Aufgrund räumlicher Bedingungen ist die Führung nicht barrierefrei und erst ab 12 Jahren geeignet.

Führung: Gästeführer*in, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: St. Remigiuskirche, Ecke Mainzer Straße / Belzerstraße
Anmeldung: online unter www.ingelheim-erleben.de sowie spontane Teilnahme möglich
Kosten: 12,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)


Sonntag, 4.10.2026, 10 - 13 Uhr
Kreativlabor
Weiß trifft Schwarz – Faden trifft Papier
Workshop

Im Kreativlabor steht das Ausprobieren verschiedener Handwerkstechniken sowie eigenes »Kreativwerden« im Vordergrund. Bei den fachkundig angeleiteten Workshops dreht sich im Winterhalbjahr 2026/27 alles um das einfallsreiche Bearbeiten eines besonderen Werkstoffes: Vom durchscheinenden Transparentpapier bis hin zur festen Kartonage haben faserbasierte Werkstoffe wie Papier und Pappe ganz unterschiedliche Eigenschaften, mit denen tolle Effekte erzeugt werden können. Egal ob halbtransparent oder undurchsichtig, formbar oder steif: Die jeweils individuell gestalteten Ergebnisse sind kleine Kunstwerke, an denen die Besitzer*innen oder anschließend Beschenkten sicherlich lange Freude haben werden.
Achtung! – Heute wird bei uns im wahrsten Sinne des Wortes »gesponnen«: Mithilfe von kontrastreichem Papier und kunstvoll gespannten Fäden entsteht an diesem Sonntag ein gruselig-lustiges Bildkunstwerk, das sich bei jeder Halloween-Dekoration sehen lassen kann.

Workshop: Museumspädagog*innen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: individuell, max. 3 Stunden
Teilnehmende: Familien mit Kindern ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Anmeldung nicht erforderlich
Kosten: 5,00 € pro Person für das Material-Starterpaket


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 22.10.2026, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Schutzgöttin, Privatdeifikation oder Tugendvergleich? Ikonographie und Ikonologie einer römischen Grabstele aus dem Ingelheimer Museum
Kurzvortrag

Vermutlich aufgrund seiner hohen bildhauerischen Qualität wurde der Grabstein einer gallo-römischen Familie aus dem Museum bei der Kaiserpfalz bereits in spätrömischer Zeit als Deckel eines Sarkophags wiederverwendet. Während die vollständig erhaltene Inschrift belegt, dass er von einer Tochter zu Ehren ihrer verstorbenen Eltern gestiftet wurde, gibt die Darstellung der langgewandeten weiblichen Figur im oberen Bildfeld bis heute Rätsel auf – nicht zuletzt aufgrund ihres Erhaltungszustands. Bislang haben Forschende hierzu unterschiedliche Deutungsvorschläge unterbreitet, diese jedoch weder systematisch begründet noch durch überzeugende Vergleichsbeispiele abgesichert. Das Spektrum der Interpretationen reicht dabei von der Darstellung der trauernden Tochter, die ihren Eltern ein Opfer darbringt, bis hin zu verschiedenen weiblichen Gottheiten, wie sie im Kontext von Grabaltären zu erwarten wären.
Museumsmitarbeiterin und Archäologin Florine Jäger M.A. widmet sich erstmals ausführlich der Frage nach Ikonographie und Ikonologie der Stele und entwickelt auf Grundlage neuer fotografischer Aufnahmen sowie unter Einbeziehung regionaler und überregionaler Vergleichsfunde einen neuen Interpretationsansatz.

Vortrag: Florine Jäger M.A., Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 19.10.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Eintritt: 4,00 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)


31.10.2026 bis 31.10.2027
ArchäoGELOGEN? Fakt oder Fake
Studioausstellung

Fake News sind mittlerweile an der Tagesordnung. Ein Grund, im eigenen Fach genauer hinzusehen. Manche Sensationsfunde erzählen unglaubliche, aber wahre Geschichten. Andere scheinbar seriöse Entdeckungen entpuppen sich bei exakter Recherche als große Seifenblasen. Ein Grund mag sein, dass Archäologie nicht nur von Wissenschaftler*innen mit universitärer Ausbildung betrieben wird, sondern auch von Laien, denen die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens nie vermittelt wurden. Auch akademisch einschlägig ausgebildeten Archäolog*innen unterlaufen zuweilen Fehler. Daneben gibt es aber die »schwarzen Schafe«, die ganz bewusst wissenschaftliche Standards verletzen, sei es, um die eigene Reputation zu steigern oder politisch-gesellschaftlichen Erwartungshaltungen zu entsprechen.
Die interaktive Studioausstellung zeigt ungewöhnliche Funde, überwiegend aus Hessen und Rheinland-Pfalz, die teils authentisch, teils unbewusst oder gezielt manipuliert sind. Augenzwinkernd laden die beschriebenen Fälle zum Schmunzeln und Rätseln ein. Mit Hilfe wissenschaftlich-archäologischer Methoden und detektivischen Spürsinns sind die Gäste eingeladen, selbst zwischen Fakt und Fake zu unterscheiden, bevor die wahre Geschichte enthüllt wird.

Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts für Altertumswissenschaften, Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Haupt.
Finanziell gefördert wird die Ausstellung durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD).

Kuratorinnen: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz / Dr. Ingeborg Domes, Klassische Archäologin, Mainz
Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz, François-Lachenal-Platz 5, 55218 Ingelheim am Rhein
Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 € / bis 18 Jahre frei (Museum inkl. Studioausstellung)

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim / Museum bei der Kaiserpfalz,
Design: Elija & Ina Meillan, Foto: Peter Haupt




Sonntag, 8.11.2026, 10 - 13 Uhr
Kreativlabor
»Ein Sternenleuchten am Winterhimmel«
Workshop

Ob schlicht und einfarbig oder regenbogen-bunt: Fenstersterne aus durchscheinendem Seiden- und Transparentpapier entfalten ihre Wirkung durch streng symmetrische Formen. Mit unterschiedlichen Falttechniken entstehen eindrucksvolle Sternenformen, die je nach Licht am Fenster unterschiedlich aufleuchten, aber alle gleichermaßen verzaubern.

Allgemeine Infos zur aktuellen Kreativlabor-Reihe siehe Veranstaltung am 4.10.2026.

Workshop: Museumspädagog*innen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: individuell, max. 3 Stunden
Teilnehmende: Familien mit Kindern ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Keine Anmeldung erforderlich
Kosten: 5,00 € pro Person für das Material-Starterpaket


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 12.11.2026, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Pecunia non olet« – Das Ingelheimer Steuerwesen seit dem 15. Jahrhundert
Kurzvortrag

»Geld stinkt nicht« soll Kaiser Vespasian um 70 n. Chr. erbost gesprochen haben, als seine Untertanen sich wiederholt über die von ihm eingeführte Latrinensteuer beschwert hatten. Offiziell sollte die Einsammlung dieses wertvollen, doch nicht gerade wohlriechenden Rohstoffes des menschlichen Bedürfnisses der Arbeit der Gerberzunft wertvolle Dienste leisten, doch hinter den Kulissen sorgte diese sehr erfindungsreiche Steuer natürlich wesentlich für die Vermehrung der Staatseinnahmen.
Nachweislich schon seit fünf Jahrtausenden stellen Steuern, vor allem in Kriegszeiten, die wichtigste Einnahmequelle für das jeweilige herrschaftliche Gebilde dar. Tribute, Zölle, Bede, Zehnte, Fronde, Zinsen, Schatzungen, Kontributionen – Synonyme für die einfachste Möglichkeit, das Vermögen mitunter äußerst kreativ zu steigern. Die Kuriositäten der Besteuerung führten dabei unter anderem zu einer Bart- und Bettensteuer, einer Fenster- und Türsteuer, einer Fräulein- und Spatzensteuer oder auch zum Schirm- und Feuereimergeld. Das Stadtarchiv Ingelheim verwahrt, beginnend mit den Haderbüchern, zahlreiche Unterlagen zum Ingelheimer Steuerwesen der letzten rund 550 Jahre. Begeben Sie sich mit auf eine Zeitreise in die Kurpfalz sowie die Ära Napoleons und lauschen Sie dabei nicht nur den Ausführungen zum fast zwei Jahrhunderte andauernden Rechtsstreit um den Ober-Ingelheimer Weinzehnt, sondern bestaunen Sie auch die eindrucksvollen Handfrönerverzeichnisse, Schatzungsbelagbücher oder Mutterrollen - frei nach dem Motto »Geld riecht immer gut, einerlei woher!«.

Vortrag: Nadine Gerhard M.A., Stadtarchiv Ingelheim am Rhein
Telefonische Anmeldung bis 10.11.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Eintritt: 4,00 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)


Samstag, 14.11.2026, 14 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Papierornamente als zarter Weihnachtsschmuck
Workshop

In diesem Workshop gestalten wir filigranen Weihnachtsschmuck mit eigener Handschrift. Aus selbst geschnitzten Stempeln entstehen auf Papier feine Druckmuster, deren geometrische Grundformen wie Quadrat und Dreieck vielfältige Möglichkeiten für individuelle Kompositionen bieten. Durch Schneiden, Falten und Kleben entwickeln sich schließlich elegante, dreidimensionale Geschenk- oder Weihnachtsbaumanhänger.
Der Workshop wird von der Künstlerin und Museumsmitarbeiterin Nadine Hanssen angeleitet. Er richtet sich an alle, die Freude an gestalterischer Präzision haben und traditionelle Techniken auf kreative Weise neu interpretieren möchten.

Workshop: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
Teilnehmende: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre / Anfänger*innen und Fortgeschrittene
Telefonische Anmeldung bis 12.11.26 im Museum / begrenzte Personenzahl
Kosten: bis 17 Jahre 5,00 €, ab 18 Jahre 15,00 € pro Person

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Freitag, 20.11.2026, 18 Uhr
Nachts im Museum
»Auf Goldsuche mit Ingo Merkurius«
Taschenlampenführung für Familien

Wenn es draußen schon dunkel ist, gehen wir zusammen mit Ingo Merkurius, dem Museumsdetektiv, auf Spurensuche. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Lupen, spüren wir versteckten Farbspuren nach und lüften Geheimnisse der Ausstellungstücke im Museum. Warum bauten die Römer riesige Grabdenkmäler in Ingelheim? War Kaiser Karl der Große auch ein großer Angeber? Und natürlich hat unser Detektiv Ingo ein ganz besonderes Augenmerk auf alles, was golden glänzt. Eigene Taschenlampen dürfen gerne mitgebracht werden.

Führung: Sabine Strauch-Warzel, Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmende: Familien mit Kindern im Alter von 5 bis 9 Jahren
Anmeldung über das YELLOW Kinder- und Jugendprogramm, www.ingelheim-kijupro.de / begrenzte Personenzahl
Kosten: 2,00 € (zzgl. 3,00 € Eintritt ins Museum ab 18 Jahre)

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 21.11.2026, 14 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Zarte Weihnachtskarten in Aquarell
Workshop

In diesem Workshop gestalten wir stimmungsvolle Weihnachtskarten in zarten Aquarellfarben. Mit fließenden Pinselbewegungen und einfachen Tricks entstehen auf Papier effektvolle Farbverläufe, deren Motive wie Tannenzweige, Adventskränze und winterliche Landschaften vielfältige Möglichkeiten für adventliche Bildkompositionen bieten. Durch Schichten, Lasieren und behutsame Details entwickeln sich schließlich poetische, handgemalte Karten für persönliche Grüße zur Weihnachtszeit. Der Workshop wird von der Künstlerin und Museumsmitarbeiterin Nadine Hanssen angeleitet. Er richtet sich an alle, die Freude an gestalterischer Kreativität haben und traditionelle Techniken mit einfachen Kniffs neu interpretieren möchten.

Workshop: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
Teilnehmende: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre / Anfänger*innen und Fortgeschrittene
Telefonische Anmeldung bis 19.11.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Kosten: bis 17 Jahre 5,00 €, ab 18 Jahre 15,00 € pro Person


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Sonntag, 6.12.2026, 10 - 13 Uhr
Kreativlabor
»Leuchtende Weihnachtspost«
Workshop

An diesem Sonntag entstehen aus festem Farbkarton, weihnachtlichem Papier und ein paar geschickten Schnitten liebevoll gestaltete Grußkarten zum Aufstellen. Wird mit der weihnachtlichen Post gleich ein Teelicht mitgeschickt, verwandelt sich die Grußkarte umgehend in einen stimmungsvollen Lichtkörper, in dem die ausgeschnittenen Motive durch farbiges Transparentpapier zum Leuchten gebracht werden.

Allgemeine Infos zur aktuellen Kreativlabor-Reihe siehe Veranstaltung am 4.10.2026.

Workshop: Museumspädagog*innen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: individuell, max. 3 Stunden
Teilnehmende: Familien mit Kindern ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Keine Anmeldung erforderlich
Kosten: 5,00 € pro Person für das Material-Starterpaket


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 10.12.2026, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Es war einmal…« die Ingelheimer Neue Mitte – Eine Stadt erfindet sich neu
Kurzvortrag

Ladengeschäfte, Café, Restaurants und belebte Plätze prägen heute das Gesicht der Ingelheimer »Neuen Mitte«. Dass diese Entwicklung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern stadtplanerisch über viele Jahrzehnte erarbeitet werden musste, zeigt ein Blick in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts. Die Vereinigung mehrerer autonomer Dörfer zu einer Stadt im Jahr 1939 brachte eine Reihe von Problemen mit sich, die bis in die jüngste Vergangenheit spürbar waren: Ein gewachsenes Stadtzentrum existierte nicht. Zwei Hauptverkehrsachsen, die durch den Bereich der heutigen Fußgängerzonen führten, bereiteten dem örtlichen Einzelhandel Schwierigkeiten. Erst ein durch vollständige und innovative Umgestaltung geschaffenes Zentrum führte zu einem Zusammenwachsen der einzelnen Ortsteile in der Stadtmitte. Der Vortrag vollzieht anhand von zeitgenössischen Bildern die Entwicklung im Bereich der heutigen Ingelheimer »Neuen Mitte« vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach.

Vortrag: Miriam Maslowski M.A., Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 8.12.2026 im Museum / begrenzte Personenzahl
Eintritt: 4,00 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)


Freitag, 11.12.2026, 18 Uhr
Nachts im Museum
»Schatzsuche im Dunkeln« - Wir bringen Verborgenes ans Licht
Taschenlampenführung für Familien

Wenn es draußen dunkel ist und das Museum eigentlich schon geschlossen hat, begeben wir uns auf die Suche nach einem Schatz. Mithilfe einer alten Karte lösen wir Rätsel und entdecken dabei Objekte aus Steinzeit, Antike und Mittelalter, die Ingelheimer Archäolog*innen ans Licht gebracht haben. Wir stoßen auf Herausforderungen, die nur dank unserer Taschenlampen gemeistert werden können. Begleitet uns auf unserem historischen Abenteuer! Eigene Taschenlampen können gerne mitgebracht werden.

Führung: Sophie Borger B.A., Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmende: Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Anmeldung über das YELLOW Kinder- und Jugendprogramm, www.ingelheim-kijupro.de / begrenzte Personenzahl
Kosten: 2,00 € (zzgl. 3,00 € Eintritt ins Museum ab 18 Jahre)

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius