Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Sonntag, 30.4.2017, 11 - 13 Uhr
X. Römertag Rheinhessen
Malus und Prunus im Marschgepäck der Legionäre
Workshop

Vor etwa 2000 Jahren siedelten Römer in unserer Region. Die Legionäre hatten einige Leckereien im Marschgepäck, die uns heute noch gut schmecken. Wie ein römischer Legionär gekleidet war und was er beim Marsch über die Alpen so alles bei sich trug, erfahrt ihr im Workshop. Im Hof werden Römische Kinderspiele angeboten.

Leitung: Dr. Inge Domes, MbdK
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist ganztägig frei.

Foto: Miriam Maslowski
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

6.5. bis 10.12.2017
»Munster gefelt mir wol«
Sebastian Münster und Martin Luther
Studioausstellung

Die Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther am 31. Oktober 1517 gilt als Auftakt zur Reformation. Dieses 500 Jahre zurückliegenden Ereignisses wird 2017 in vielen Orten Deutschlands gedacht. Das Museum bei der Kaiserpfalz beteiligt sich an dem Reformationsjubiläum mit einer Studioausstellung, die Berührungspunkte zwischen den Zeitgenossen Münster und Luther aufzeigt. Sebastian Münster, der 1488 in Ingelheim geboren wurde, gab beispielsweise die »Dekalogpredigten« (Zehn Gebote) von Luther in eigener Übersetzung heraus. Mit seiner lateinisch-hebräischen Ausgabe des Alten Testaments zog er die Aufmerksamkeit des Reformators auf sich. Vermutlich war es auch ein Werk von Sebastian Münster, das Martin Luther zu seiner Abhandlung »Von den Juden und ihren Lügen« anregte.

Diese und weitere Aspekte der Zeit werden durch die entsprechenden Originaldrucke und Exponate veranschaulicht. Die Parallelen zwischen den beiden Persönlichkeiten ermöglichen die Sicht auf damals aktuelle Themen und lassen Facetten des frühneuzeitlichen Zeitgeists aufleben.
Donnerstag, 18.5.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Vom Turban in den Garten – Die Tulpe
Kurzvortrag

Im 16. Jahrhundert fanden Tulpenzwiebeln den Weg aus dem Orient nach Europa. Damit begann der Einzug der exotischen Blume in die europäischen Lustgärten. Der Züricher Stadtarzt und Naturforscher Konrad Gesner
(1516-1565), der auch mit Sebastian Münster in Kontakt stand, lernte die Tulpe 1545 bei einem Besuch in Augsburg kennen. Er nannte sie »Tulipa turcorum«, Tulpe der Türken. Die Begeisterung für die Tulpe und ihre zahlreichen Züchtungen führte im 17. Jahrhundert in Europa zu einer regelrechten »Tulpomanie« und auch in der Kunst wurde sie zu einem beliebten Motiv.

Vortrag: Miriam Maslowski, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Scan: © MbdK

Sonntag, 21.5.2017, 14 - 17 Uhr
Familienmuseumsfest am Internationalen Museumstag

15 Uhr
Kinder führen Kinder
Monsteralarm bei Münster

Die Monster bei Sebastian Münster stehen im Mittelpunkt des Festes und der Kinderführung aus der beliebten Reihe »Kinder führen Kinder«. Danach sind die Besucher aufgefordert, in Workshops an der Druckstation des Gutenberg-Museums selbst Monster zu kreieren oder Papier zu schöpfen wie zu Münsters Zeiten.

Außerdem gibt es Live-Musik und Kaffee und Kuchen.

Leitung: Dr. Inge Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt und alle Angebote zum Familienmuseumsfest sind
ganztägig kostenfrei.
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 10.6.2017, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
»Wage dein Leben und verlasse dein Haus!« (Sprichwort aus Afrika)
Interkulturelle Stadtführung

In der Kolonialgeschichte Deutsch-Ostafrikas spielte auch ein Ober-Ingelheimer eine kleine Rolle: Ludwig Winternheimer (1873-1913).
Die Interkulturelle Stadtführung schlägt den Bogen von dem in Ingelheim geborenen Kosmographen Sebastian Münster (1488-1552) über den europäischen Kolonialismus bis hin zur gegenwärtigen Fluchtthematik. Ingelheimer Zeitzeugen berichten von ihrer Kindheit in einer der vier ehemaligen deutschen Kolonien auf dem afrikanischen Kontinent: Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika. Dieser eher unbekannte Teil der Ingelheimer Geschichte wird mit kulinarischen und musikalischen Kostproben ergänzt.

Eine Kooperation des MbdK mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt frei, Anmeldung im Museum bis 2.6.2017 unter 06132•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Dienstag, 20.6.2017, 14 - 16 Uhr
»Puer et puella«
Kindsein in der Römerzeit
Führung und Workshop

Um 13 v. Chr. ließ Kaiser Augustus auf dem Kästrich in Mainz (Mogontiacum) ein Legionslager errichten. Von nun an galt es, etwa 12.000 Soldaten aus allen Teilen des Römischen Reiches zu versorgen. Die Landwirtschaft im heutigen Rheinhessen wurde reformiert, es entstanden neue Höfe. Über ein weitläufiges Straßennetz kamen nicht nur Güter, sondern auch Bildung, Kunst und Kultur von Rom nach Ingelheim. Das Alltagsleben römischer Familien und die Kindheit von der Geburt bis zum Erwachsenwerden stehen im Mittelpunkt der Führung.

Im anschließenden Workshop wird ein Tonvogel nach römischem Vorbild getöpfert.

Eine Kooperationsveranstaltung des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Amt für Familien, Bildung und Sport der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein anlässlich der 35. Seniorentage 2017.

Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: Senioren / begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung: am 19.5.2017, 14-15.30 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Ingelheim / weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Broschüre »35. Ingelheimer Seniorentage 2017«

Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.

Foto: Miriam Maslowski
Donnerstag, 22.6.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Einladung zum »Bierkränzchen« – Bei Familie Luther zu Tisch
Kurzvortrag

Am liebsten trank der Genussmensch Martin Luther das von seiner Frau Katharina selbst gebraute Bier. Doch welche Lebensmittel standen darüber hinaus auf dem Speisezettel von Familie Luther? Wie waren sie zubereitet und gewürzt? Auch die spätmittelalterlichen Tischsitten wirken aus heutiger Sicht eher ungeschliffen. So lauten Empfehlungen aus der Zeit des Reformators: »Was Du im Mund gehabt hast, leg nicht aufs Geschirr zurück« oder »Wirf keine Abfälle unter den Tisch.«

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Foto: Andrea Enderlein

Donnerstag, 20.7.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»... määnt mer fast, mär wer im Raubdierhaus ...«
Kurzvortrag

... so sang 1912 ganz Ingelheim über das Gebaren der Anbieter und Käufer, wenn an festgesetzten Tagen Obst und Gemüse, wie Spargel, Äpfel, Pfirsiche oder Kirschen, vermarktet wurden. Die in einer fruchtbaren Landschaft wachsenden Ingelheimer Produkte fanden schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts viele auswärtige Liebhaber, die mit der Eisenbahn aus Mainz, Frankfurt oder Köln nach Ingelheim anreisten. Um den Absatz ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu optimieren, gründeten 1901 Obstbauern aus Ober- und Nieder-Ingelheim den Obst- und Gartenbauverein e. V. Barbara Timm vermittelt in ihrem Vortrag Wissenswertes über die hiesigen Anfänge der organisierten Obstvermarktung und stellt eine dekorative Obstschale aus dem Jahr 1926 vor, sich seit 2016 als Dauerleihgabe in der Museumssammlung und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Sonntag, 13.8.2017, 11 - 17 Uhr
Archäologiefest im Ingelheimer Wald
Glühende Kohlen und heißes Eisen

Das zehnjährige Bestehen des Vereins für Archäologie Rheinhessen und Umgebung e. V. bietet Anlass zu einem großen Fest für Jung und Alt. Gemeinsam mit Förster Florian Diehl, dem Verein Bandkeramisches Aktionsmuseum e. V. sowie der Musemspädagogik des Museums bei der Kaiserpfalz laden die Archäologen zu einem Aktionstag in den Ingelheimer Wald ein.
Die Funktionen von Rennofen, Kohlemeiler und Erdofen – in dem ein weidmännisch zerlegtes Reh gegart wird – werden fachmännisch demonstriert. Bogenschießen, Baumscheibensägen, Töpfern und viele weitere Aktionen fordern zum Mitmachen auf. Unter dem Motto »Frag den Archäologen« erklären Studierende archäologische Techniken und Methoden. Fachliteratur kann am Infostand erworben werden. Für Essen und Trinken ist reichlich gesorgt!

Parken: Forsthaus Emmerichshütte, www.waldgaststaette-emmerichshuette.de

Foto: Dr. Isabel Kappessser
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 24.8.2017, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Die Reformation im Spiegel von »Cigaretten-Bildern«
Kurzvortrag

Die vor 500 Jahren durch Martin Luthers Aufbegehren gegen die christliche Kirche einsetzenden gesellschaftlichen Veränderungen haben seither Menschen bewegt und zu Stellungnahmen angeregt. Auch Historienmaler griffen die Thematik auf und hielten Ereignisse und Personen, die Teil der reformatorischen Bewegung waren, auf Gemälden fest. Neue Reproduktionstechniken sorgten ab dem 19. Jahrhundert für die weite Verbreitung der Historienbilder. Die Reformation war auch für den 1934 gegründeten Cigaretten-Bilderdienst Hamburg-Bahrenfels, Herausgeber sogenannter Kulturbilder, ein Thema. Für alle erschwinglich, gab er kleine farbige Sammelbildchen heraus. Diese konnten beim Kauf von Zigaretten miterworben und in zugehörige Alben geklebt werden. Barbara Timm stellt ein zum Museumsbestand gehörendes Sammelalbum vor und erläutert die historischen Abbildungen zur Reformation sowie Ansichten des Stadt-und Landlebens im 16. Jahrhundert.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Samstag, 16.9.2017, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Ohne Wasser gibt es kein Leben
Interkulturelle Stadtführung

»Wasser ist ein kostbares, für die Natur und den Menschen unentbehrliches Gut« (Europäische Wasser-Charta, Straßburg 1968). Es wird für die Ernährung, Körperpflege und sanitäre Einrichtungen und für die Landwirtschaft gebraucht. Aber einer von fünf Menschen hat keinen oder nur ungenügenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.
In der Interkulturellen Führung beschäftigen wir uns mit der Rolle des Wassers in der Geschichte und Gegenwart Ingelheims. Wir stellen uns dabei auch die Frage, inwiefern der Inhalt unseres Einkaufswagens Einfluss auf die Trinkwasserknappheit in Nordafrika, Südamerika sowie Zentral- und Südostasien ausübt. Authentische Zeitzeugenberichte verdeutlichen die Bedeutung des Wassers in anderen Weltregionen, während musikalische und »wässrige« Kostproben die Veranstaltung abrunden.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Vor Woolworth, Binger Straße 95-99, 55218 Ingelheim am Rhein
Eintritt frei, Anmeldung bis 8.9.2017 im Museum, Telefon 06132•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 21.9.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Herr Käthe und Frau Anna – Zwei Ehepaare im Porträt

Martin Luther trat 1524 aus dem Augustinerorden aus und heiratete 1525 die frühere Nonne Katharina von Bora. Sebastian Münster verließ 1529 die Klostergemeinschaft der Franziskaner und ehelichte 1530 Anna Selber, die Witwe des Basler Druckers Adam Petri. Unter den Anhängern der Reformation erfuhr die Ehe eine Aufwertung. Die Frau war zuständig für Haus, Hof und die Kindererziehung. In diesem Bereich war sie eine gleichwertige Partnerin und übernahm Verantwortungen, die ihr sonst in der Gesellschaft nicht zustanden. Miriam Maslowski wirft einen kunsthistorisch geschulten Blick auf zwei Ehepaar-Porträts in der Studioausstellung »’Munster gefelt mir wol’ – Sebastian Münster und Martin Luther«.

Vortrag: Miriam Maslowski, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)
Mittwoch, 18.10.2017, 19 Uhr
»Denn wer dolmetzschen will, mus grosse vorrath von worten haben«
Vortrag

Vor 500 Jahren hat Martin Luther mit seinen 95 Thesen zum Ablass die Reformation ausgelöst. Luthers theologisches Programm seit 1517 führte letztlich in der christlichen Kirche zur konfessionellen Spaltung. Seine sprachliche Leistung, die sich in der Bibelübersetzung von 1522 (Neues Testament) zeigt, hatte großen Anteil an der Herausbildung einer einheitlichen und überregionalen Schriftsprache.

Dr. Rudolf Steffens thematisiert den Einfluss von Martin Luthers Bibelübersetzung auf die deutsche Sprache. Dabei geht er auf Luthers Kampfschriften ein, und erläutert von Luther neu geschaffene Wörter. Auch die variierende Aussprache in den verschiedenen Regionen des deutschen Sprachgebietes wird vorgestellt und erklärt.

Vortrag: Dr. Rudolf Steffens, Institut für Geschichtliche Landeskunde, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltungsort: Weiterbildungszentrum Ingelheim, Neuer Markt 3
Eintritt frei
Donnerstag, 19.10.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ich huns gepackt...« – Das Zuckerlottchen
Kurzvortrag

Am 23. Oktober 1904 fand die Betriebseröffnung der Selztalbahn von Ingelheim/Frei-Weinheim bis Jugenheim/Partenheim statt. Nach ihrem hauptsächlichen Transportgut, den Zuckerrüben, wurde diese Eisenbahn im Volksmund bald liebevoll »Zuckerlottchen« genannt. Das neue Transportmittel war eine Voraussetzung dafür, dass der Zuckerrübenanbau in unserer Region Anfang des 20. Jahrhunderts ausgeweitet werden konnte.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht das »Zuckerlottchen-Modell« im Maßstab 1:23, eine Lokomotive, zwei Wagen auf Holzuntergrund mit Schiene und Schotter. Es kam 2016 als Dauerleigabe des Ingelheimers Otto Schuster ins Museum.

Vortrag: Dr. Joachim Gerhard, Historischer Verein Ingelheim e. V.
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)
Samstag, 21.10.2017, 14 - 18 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Vom Papierbogen zum Buch
Workshop

In alter handwerklicher Buchbindertradition stellen wir ein eigenes fadengeheftetes Tage-, Skizzen-. Rezept- oder Gästebuch her.

Workshop: Ellen Gold, Restauratorin, Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 16 €, ab 18 Jahre 25 € pro Person, inklusive Materialkosten; besondere Materialien werden extra berechnet
Anmeldung bis Freitag, 6.10.2017 im Museum, Telefon 06132•714701
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 26.10.2017, 18 Uhr
Vernissage Schülerausstellung
»Munster gefelt mir wol« – Sebastian Münster und Martin Luther

Thematisch passend zur gleichnamigen Studioausstellung im Museum bei der Kaiserpfalz präsentieren Schülerinnen und Schüler des Sebastian-Münster-Gymnasiums Ingelheim und Maria Ward-Gymnasiums Mainz vom 27.10. bis 23.11.2017 eigene künstlerische Werke im Neuen Rathaus.

18.30 Uhr
Theater im Rathaus
Die Münsters – Eine frühneuzeitliche Homestory

Aufführung der Theater AG des Sebastian Münster Gymnasiums Ingelheim unter der Leitung von Christoph Klein.

Veranstaltungsort: Neues Rathaus, Neuer Markt 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Eintritt frei
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Mittwoch, 8.11.2017, 19 Uhr
Luther und der Islam
Vortrag

Nur wenigen ist bekannt, dass Luther sich zeitlebens auch zu den Türken geäußert hat. Er hat dies getan in Zeiten massiver militärischer Bedrohung Mitteleuropas, aber dann auch in prinzipieller Auseinandersetzung mit dem Islam. Das Reformationsjubiläum bietet Anlass, sich mit Luthers Stellung zu den Türken einmal erneut zu befassen: Was ist überholt, was bleibend aktuell?

Vortrag: Prof. Dr. Johannes Ehmann, Theologe, Universität Heidelberg
Veranstaltungsort: Weiterbildungszentrum Ingelheim, Neuer Markt 3
Eintritt frei
Donnerstag, 16.11.2017, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Zwischen Großem Sterben und Schwarzem Tod – Die Pest im 16. Jahrhundert
Kurzvortrag

Jahrhundertelang forderte eine der schlimmsten Seuchen, die Pest, Millionen von Opfern. Auch im 16. Jahrhundert, zu Lebzeiten Sebastian Münsters und Martin Luthers, überrollten Pestwellen deren Aufenthaltsorte. Als 1527 die Pest in Wittenberg wütete, blieb Luther mit seiner Familie vor Ort und nahm kranke Personen auf. Nachdem in Basel bereits 1541 viele Menschen der Seuche erlegen waren, forderte der nächste Ausbruch 1552 wieder Tausende von Opfern. Zu ihnen gehörte auch Sebastian Münster.

Vortrag: Renate Fath M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, MbdK
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Getränk und 1 süßen Überraschung)
Samstag, 25.11.2017, 14 - 16 Uhr
Interkulturelle Stadtführung
»Wage dein Leben und verlasse dein Haus!« (Sprichwort aus Afrika)
Interkulturelle Stadtführung

Als der Ornithologe Carlo von Erlanger 1901 von seiner Ostafrika-Expedition zurückkehrte, erregte insbesondere sein abessynischer Diener mit »glänzend schwarzer Hautfarbe« (Ingelheimer Anzeiger 27. August 1901) unter den Ingelheimern Aufmerksamkeit.
Die Interkulturelle Führung blickt hinter die Kulissen der kolonialpropagandistischen Völkerschauen und entzaubert den Mythos vom »edlen Wilden«. Neben den Zeitzeugen kommen auch die Begleiter des Nikolauses, die »swarte Pieten«, zu Wort.

Eine Kooperation des MbdK mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt frei, Anmeldung bis 17.11.2017 im Museum, Telefon 06132•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 14.12.2017, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Ingelheimer Straßennamen – Matthias-Grünewald-Straße
Kurzvortrag

Die Serie »Ingelheimer Straßennamen« widmet sich im Rahmen des Reformationsjahrs dem Maler und Grafiker Matthias Grünewald. Es gibt nicht viele gesicherte Erkenntnisse über den Künstler. Bekanntheit erlangten vor allem seine eindrucksvollen Bildwerke, darunter der berühmte Isenheimer Altar. Für Auftraggeber wie den Mainzer Erzbischof Albrecht von Brandenburg entstanden die meist religiösen Werke vor dem Hintergrund der aufkeimenden Reformation.

Vortrag: Miriam Maslowski, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)