Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Sonderausstellungen

Das Museum veranstaltet regelmäßig Sonder- und Studioausstellung zu ausgewählten Themen der Ingelheimer Geschichte. Diese basieren hauptsächlich auf dem Sammlungsbestand des Museums, der von der Steinzeit bis zur Gegenwart reicht. Leihgaben aus anderen Museen, Archiven und aus Privatbesitz ergänzen die Ausstellungen.

Die Studioausstellungen werden in der Regel im Museum präsentiert, während größere Ausstellungen zu besonderen Anlässen, wie beispielsweise Jubiläen, im Alten Rathaus Nieder-Ingelheim stattfinden. Dazu entstehen regelmäßig Publikationen und Ausstellungskataloge, die im Museums-Shop erworben werden können.
20.8. bis 18.12.2016
»Ei Gude!« Rhoihessisch Gebabbl uff Bildscher von
Hermann von Saalfeld

Studioausstellung

Ob Fastnacht, Wirtshaus oder Bürgersteig – humorvoll bringen die Zeichnungen den rheinhessischen Alltag auf den Punkt. Reduziert auf das Wesentliche, zeigt der Ingelheimer Künstler Hermann von Saalfeld in seinen Werken mit großer Sympathie die Eigenarten der »Eingeborenen«. Der Dialektliebhaber spielt mit typischen Ausdrucksweisen und der lautmalerischen Sprache ebenso souverän wie mit den Gewohnheiten und Gebräuchen in Rheinhessen. Zielsichere Pointen zeichnen die Alltagsszenen aus, dabei blitzt immer wieder der (selbst-)ironische Witz der »Rhoihesse« auf.

Die Studioausstellung präsentiert erstmals die originalen Arbeiten, die in Buchform unter dem Titel »´Ei Gude!´ Rhoihessisch Gebabbl uff Bildscher« bereits zahlreiche Fans gefunden haben.

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2,50 € (Gruppen ab 10 Personen), Kombikarte 5 € (inkl. Ausstellung »Alle Welt in Ingelheim« in der Alten Markthalle Nieder-Ingelheim)

Abbildung: © Nachlass Hermann von Saalfeld





6.5. bis 10.12.2017
»Munster gefelt mir wol«
Sebastian Münster und Martin Luther
Studioausstellung

Der Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 gilt als Auftakt zur Reformation. Dieses 500 Jahre zurückliegenden Ereignisses wird 2017 in vielen Orten Deutschlands gedacht. Das Museum bei der Kaiserpfalz beteiligt sich an dem Reformationsjubiläum mit einer Sonderausstellung, die Berührungspunkte zwischen den Zeitgenossen Münster und Luther aufzeigt. Sebastian Münster, der 1488 in Ingelheim geboren wurde, gab beispielsweise die Dekalogpredigten von Luther in eigener Übersetzung heraus. Mit seiner lateinisch-hebräischen Ausgabe des Alten Testaments zog er die Aufmerksamkeit des Reformators auf sich. Vermutlich war es auch ein Werk von Sebastian Münster, das Martin Luther zu seinem Traktat »Von den Juden und ihren Lügen« anregte.

Diese und weitere Aspekte der Zeit werden durch die entsprechenden Originaldrucke und Exponate veranschaulicht. Die Parallelen zwischen den beiden Persönlichkeiten ermöglichen die Sicht auf damals aktuelle Themen und lassen Facetten des frühneuzeitlichen Zeitgeists aufleben.

Kuratorin: Renate Fath M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin MbdK