Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Erwachsene

Über die hier aufgeführten Angebote hinaus sind wir gerne bereit, auf Ihre speziellen Wünsche einzugehen. Von kulturhistorischen Programmen bei Familienfeiern und Firmenausflügen bis zu barrierefreien Führungen: Sie gut zu beraten und kompetent zu begleiten haben wir uns zur Aufgabe gemacht.
Stein und Bein – Leben in der Steinzeit
Die vor- und frühgeschichtliche Abteilung des Museums überspannt eine Zeit von etwa 50.000 Jahren Menschheitsgeschichte in der Ingelheimer Region. Steinartefakte vom Faustkeil bis zum Schaber belegen die Anwesenheit von Jägern und Sammlern zwischen Mainzer Berg und Westerberg weit vor der letzten Eiszeit (ca. 50.000 Jahre v. Chr.). Exponate bis in die Bronze- und Eisenzeit hinein gewähren uns einen Einblick in die Lebenssituation und Arbeitsweisen unserer Vorfahren. Anschauungsmaterial zum Anfassen und Ausprobieren lässt die Steinzeit lebendig werden.
Auf Wunsch Workshop möglich

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen
Sprechende Steine – Römische Grabdenkmäler aus Ingelheim
Sprechende Steine sind unsere Porträtstatuen und Inschriftentafeln von der römischen Gräberstraße in Ingelheim. Sie erzählen uns pietätvoll von der Verbundenheit innerhalb der Familie und verraten uns den Modegeschmack der Zeit. Wie kamen die Römer zu uns? Wie lebten sie hier gemeinsam mit den einheimischen Kelten? Welche Bräuche brachten sie mit?

Dauer: etwa 1 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen
Villae et vicus – Leben an der Römerstraße
Bereits vor ungefähr 2.000 Jahren kreuzten sich gepflasterte Römerstraßen auf dem Gebiet des heutigen Ingelheim. Das bereits damals ländliche Siedlungsgebiet der römischen Provinz Germania superior versorgte das Militär und die Zivilbevölkerung der Provinzhauptstadt Mogontiacum (Mainz), das unter Kaiser Augustus und seinem General Drusus ab etwa 15 v. Chr. als ein starker militärischer Stützpunkt errichtet worden war. Portraitstatuen und Inschriftentafeln von der römischen Gräberstraße, Siedlungsreste und Gegenstände des täglichen Lebens berichten von der damaligen Lebensweise, dem Glauben, den Bräuchen und dem Modegeschmack. Diese bunte Kultur war geprägt von Kelten, Rämern und Soldaten aus vielen Provinzen des Rämischen Reiches. Anschauungsmaterial zum Anfassen und Ausprobieren lässt die Rämerzeit lebendig werden.
Auf Wunsch Workshop möglich

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen
Warum Franziska keine Fibeln trägt
Begüterte merowingische Damen schmückten sich gerne aufwendig. Die Trachten wurden mit kostbaren Fibeln gehalten. Nur, warum trägt die merowingische Franziska keinen Schmuck?
Um dieser Frage nachzuspüren, begeben wir uns in das frühe Mittelalter. Dabei erfahren Sie Interessantes über die Lebensweise, das Handwerk und den Schmuck der Merowinger.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen
Der Garten Karls des Großen und das »Capitulare de villis«
Kapitularien sind in Kapitel unterteilte Herrschererlasse der fränkischen Könige. Sie sind in Latein abgefasst. Dies spiegelt die Übernahme römischen Gedankenguts in das Bildungs- und Verwaltungssystem des frühmittelalterlichen Reiches wider.
Das um 800 verfasste »Capitulare de villis« Karls des Großen regelte die Verwaltung und Bewirtschaftung der Hofgüter. Es sollte die zuverlässigen Lieferungen aus den Domänen für den Unterhalt des Hofes sichern. Das letzte Kapitel enthält eine Aufstellung von 89 Pflanzen, die in den Gärten kultiviert werden sollten: eine Vielzahl von Heilkräutern, aber auch Gemüsesorten und Obstbäume. Mit der Pflanzenliste des »Capitulare de villis« wurde angeregt, wieder Gärten anzulegen, in denen Kräuter, Gemüse und Bäume gepflanzt wurden. Diese Vielfalt ist in unseren mitteleuropäischen Gärten bis heute zu finden.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen
Ingelheimer Kaiserpfalz – »Ein Prachtbau, getragen von hundert
Säulen ...«

...so beschreibt Ermoldus Nigellus um 826/28 die wenige Jahrzehnte zuvor errichtete Ingelheimer Kaiserpfalz. Archäologische Funde bestätigen, dass Ingelheim in seiner Prächtigkeit unter den Pfalzen Karls des Großen einen hohen Rang einnimmt. Wie die Kaiserpfalz aussah und wie sie von Karl dem Großen und den nachfolgenden Ottonen und Staufern genutzt wurde, erfahren Sie am Kaiserpfalz-Modell im Museum und bei einem sich anschließenden Rundgang durch die Kaiserpfalz.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!
Altes verehrt, Neues bewehrt. Die Staufer renovieren die Pfalz Karls des Großen
Die staufischen Herrscher des 12. und 13. Jahrhunderts besuchten, anders als die Ottonen, die Ingelheimer Kaiserpfalz nur selten. Dennoch renovierten sie den Palastbezirk umfassend. Insbesondere Kaiser Friedrich I. Barbarossa wird mit den umfangreichen Baumaßnahmen in der Pfalz in Verbindung gebracht. Was die Staufer dazu bewogen hat, die Pfalz Karls des Großen zu erweitern und in eine wehrhafte Burg umzubauen, erfahren Sie bei einem Rundgang durch das Saalgebiet.

Dauer: etwa 1 Stunden
Gruppengröße: bis zu 15 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!
Adelheid von Burgund (um 931 – 999) – »Mutter der Königreiche«
Adelheid, von 947 bis 950 Königin von Italien, verschaffte ihrem Ehemann Otto dem Großen durch die Heirat 951 die Herrschaft über Italien und öffnete ihm den Blick für die einmaligen Chancen des römischen Kaisertums. Durch sie wurde der Anspruch auf den Kaiserthron vom italienischen auf den deutschen König übertragen und bis 1806 beibehalten. Der gebildeten und einflussreichen Frau gelang es erstmals, eine deutliche Beteiligung der deutschen Königin an der Herrschaft durchzusetzen. Als Musterbeispiel einer christlichen Herrscherin wurde sie bald nach ihrem Tod im Elsass sogar als Heilige verehrt. Adelheid – seit 962 Kaiserin – war nachweislich viermal in der Ingelheimer Kaiserpfalz.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!
Theophanu (um 959/60 – 991) – Orient trifft Okzident
Kurz nach ihrer Ankunft in Rom heiratete die zwölfjährige Theophanu aus Konstantinopel den ihr völlig unbekannten Kaisersohn Otto II. Mit der Eheschließung wurde gleichzeitig ein Bündnis zwischen dem europäischen Ost- und Westreich mit den Hauptstädten Konstantinopel und Rom geschlossen.
Theophanu wurde die mächtigste Frau des Mittelalters im Weströmischen Kaiserreich.
Sofort nach dem frühen Tod Ottos II. sicherte die erst dreiundzwanzigjährige Witwe mit ihrer nicht minder machtbewussten Schwiegermutter Adelheid den Thron ihres unmündigen Sohnes, Ottos III., gegen den Widerstand Heinrichs des Zänkers. Diplomatisch lenkte die sprachgewandte und hoch gebildete Kaiserin bis zu ihrem frühen Tod mit dreißig Jahren die Geschicke des Reiches. Ingelheim wurde durch die Nähe zu Mainz und den engen Kontakt zum Erzbischof Willigis (975 – 1011) ein wichtiger Stützpunkt der Kaiserfamilie.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!
Agnes von Poitou (um 1027 – 1077) – Eine Hochzeit mit Hindernissen
Von ihrer ehrgeizigen Mutter auf den deutschen Thron geschoben, erlebte Agnes von Poitou an der Seite Heinrichs III. den Höhepunkt der salischen Dynastie. Der frühe Tod des Kaisers machte Agnes unvermittelt zur Regentin für ihren noch unmündigen Sohn Heinrich IV.
Nicht alle waren von der geplanten Heirat Heinrichs III. mit Agnes von Poitou in Ingelheim begeistert. Stammte sie doch aus dem damals sehr modebewussten Burgund, wo unverheiratete Frauen das lange Haar offen trugen und erste Ansätze eines Dekolletés zeigten – was für so manchen schon die sichere Eintrittskarte in die Hölle war. Doch das war nicht der einzige Hindernisgrund.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!
Nur Grabsteine haben überlebt ... – Das Schicksal der Ingelheimer Juden
In unmittelbarer Nähe des Museums bei der Kaiserpfalz lag der ehemalige jüdische Friedhof »Im Saal«. Er wurde bis 1934 genutzt, anfangs auch für die Verstorbenen der jüdischen Gemeinde Ober-Ingelheim. Auch wenn der Friedhof nicht mehr als solcher besteht, so sind doch einige Grabsteine erhalten geblieben. Sie gehören zu den wenigen Zeugnissen jüdischen Lebens in Ingelheim, die den Holocaust überdauert haben.
Bevor wir den Friedhof besuchen, erhalten Sie einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Ingelheimer Juden vom Spätmittelalter bis 1942, die ebenso von Verfolgung und Ausgrenzung wie von Anerkennung und Integration bestimmt war.

Dauer: etwa 1,5 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Personen
Buchungsfrist: 14 Tage im Voraus
Kosten: 45 € / 60 € in Fremdsprachen

Bitte achten Sie auf wetterfeste Kleidung und praktisches Schuhwerk!